Gruß von der Insel - oder Langeoog im April?

Gruß von der Insel – oder Langeoog im April?

Nach einem kräftigen Schauer in Bensersiel und einer sehr wechselhaften Überfahrt auf der Fähre kamen wir Montag Nachmittag bei strahlendem Sonnenschein im Landschulheim Bielefeld auf Langeoog an. Dort wurden unsere beiden sechsten Klassen mit einer großen Obstschale und Donuts begrüßt. Beim anschließenden Besuch am Strand entstanden erste kreative Sandkunstwerke und alle genossen Sonne, Wind und den Blick auf die tosenden Wellen.

Leider wurden einige beim Gang zum nahe gelegenen Fußballplatz dann doch vom Regen eingeholt, und erfuhren buchstäblich hautnah alle Steigerungsformen von „nass“.

Der erste Tag der Klassenfahrt endete frisch getrocknet mit einem gemeinsamen Spieleabend.

Jetzt geht es los zur Inselerkundung, bei der in kleinen Gruppen die Antworten für die Insel-Rallye gesucht werden. Wir sind gespannt auf die Ergebnisse!

Auch der Dienstag sollte nicht trocken beginnen. Aber die nasse Zeit ließ keine Langeweile zu. Es ging auf zur Inselrallye. Viele Fragen konnten von den einzelnen Gruppen beantwortet werden. Nicht alle Fragebögen konnten allerdings mittags wieder eingesammelt werden, da sie sich schlicht und ergreifend aufgelöst hatten. Trotzdem hatten die Klassen viel Spaß.

Nach dem Mittagessen hatte Petrus endlich ein Einsehen und ließ die Sonne ordentlich seinen. Der Startschuss zum Sandburgen-Wettbewerb konnte also fallen. Es entstanden wirklich tolle Exemplare. Die Sandburgen wurden so gut, dass insgesamt drei von ihnen den 1. Platz mit voller Punktzahl erreichten. Herzlichen Glückwunsch!

Nach dem Abendessen ging es noch einmal zum Strand. Davon konnten die Schüler*innen (die Lehrerinnen natürlich auch) nicht genug bekommen. Uns so wurde der Strandbesuch nach dem Abendessen zu unserem Ritual auf Langeoog.

Der Mittwoch startete für die 6b besonders früh. Bereits um 9.00 Uhr trafen sie sich mit dem Wattführer Uwe Garrels zur Wattwanderung. Das ist immer wieder ein tolles Erlebnis. Um 11:00 Uhr wurden sie dann abgelöst von der 6a. Wir bekamen viele interessante Informationen über Pflanzen und andere Lebewesen im Watt, die Entstehung von Ebbe und Flut und die Gefahren im Watt.

Nach der Wanderung waren einige Schüler*innen kaum mehr wiederzuerkennen, da sie sich zum Teil bis zu den Oberschenkeln durch das Watt „quälten“. Schwarz war nun die vorherrschende Farbe. Zum Glück konnten wir uns vor Ort noch ein wenig reinigen. Da Seeluft bekanntlich hungrig macht, wurden die Lunchpakete oft direkt verzerrt.

Am Nachmittag ging es wieder an den Strand. Dort wurden Skulpturen gebaut oder verschiedene Spiele gespielt.

Nach dem Abendspaziergang gab es ein weiteres Highlight der Woche – die Liveübertragung des DFB-Spiels: VFL Osnabrück gegen Bayern München. Trotz der verschiedenen Fangruppen verlief der Abend recht harmonisch, allerdings ordentlich laut.

Im Anschluss an das Frühstück ging es am Donnerstag dann zu Fuß Richtung Hafen, wo uns dann der Fischkutter erwartete. Wir fuhren ein gutes Stück mit dem Kutter aus dem Hafen, bevor die Netze ausgeworfen wurden. „Fischer Bernd“ erklärte den Schüler*innen den Fang am lebenden Tier, nachdem er die Netze wieder eingeholt hatte. Die Fische und Krebse wurden begutachtet und ohne große Scheu auch auf die Hand genommen. Die Krabben, die bei dem Fang mit ins Netz gegangen sind, wurden an Bord gekocht und unter Anleitung auch gepult. Sie schmeckten nicht allen, aber doch einigen.

Außerdem hatten wir auch das ganz große Glück und konnten auf einer Sandbank auch eine Gruppe Seehunde sehen.

Der lange Gang zum Landschulheim zurück steigerte den Hunger noch etwas mehr.

Am Nachmittag hatten die Schüler*innen dann noch einmal Freizeit und konnten noch einige Mitbringsel für die Daheimgebliebenen besorgen. Und natürlich musste auch dieser Nachmittag mit einem Strandbesuch enden.

Der letzte Abend endete dann mit den Auszeichnungen für die tollsten Sandburgen in Form von Urkunden und Süßigkeiten. Dem saubersten Zimmer wurde die goldene Klobürste überreicht. Süßigkeiten gab es natürlich auch.

… und dann kam der Freitag.

Die Zimmer waren um 8:30 Uhr geräumt und besenrein. Die Taschen wurden auf die Kofferwagen gepackt und das letzte Frühstück konnte eingenommen werden.

Währenddessen schüttete es ununterbrochen wie aus Kübeln.

Die Hoffnung, wenigstens halbwegs trocken zur Inselbahn zu kommen, erfüllte sich leider nicht. Wir waren alle klatschnass!

Die Fähre erreichten wir noch bei Regen. Bei der Ankunft in Bensersiel hörte es auf zu regneten und wir konnten wenigstens die Koffer im Bus verstauen, ohne noch nasser zu werden.

Allerdings begleitete uns der Regen. Denn bei der Ankunft in Glandorf wurden wir erneut klatschnass.