Abschlussfahrt nach Berlin 2026
Montag
Am Montagmorgen trafen wir uns um 8:15 Uhr vor dem Hauptbahnhof Osnabrück. Alle waren sehr aufgeregt und freuten sich auf die Abschlussfahrt. Pünktlich gegen neun Uhr erreichte der ICE den Osnabrücker Hauptbahnhof. Kurz vor Hannover stoppte der Zug allerdings schon – es gab Komplikationen. Nach anderthalb Stunden Wartezeit im voll besetzten Zug kannten einige von uns fast alle Mitreisenden. Nach einem Zugwechsel in Hannover kamen wir zwei Stunden später als geplant in Berlin an. Alle waren erleichtert endlich angekommen zu sein und schon ging es weiter zu unserem Hostel. Dort gab es eine kurze Einweisung und alle konnten schließlich ihre Zimmer beziehen. Um 17 Uhr trafen sich alle in der Lobby. Einer Fahrt zum Alexanderplatz stand nichts mehr im Wege.
Dort angekommen, hatten wir in kleinen Gruppen zwei Stunden Freizeit, um einen ersten Eindruck von Berlin zu bekommen, etwas zu essen und schon in einigen Läden zu stöbern. Als wir uns schließlich an der Weltuhr auf dem Alexanderplatz getroffen haben, gab es auch schon die ersten Lacher. Ein verrückter Mann tanzte zu verschiedener Musik in der Berliner Mitte. Einige aus unserem Jahrgang überlegten kurz, ob sie nicht auch mittanzen wollten. Später machten wir uns auf den Weg zum Brandenburger Tor. Dort angekommen machten wir viele Fotos mit dem toll beleuchteten Wahrzeichen Berlins.
Plötzlich entdeckten wir einen Mann mit einer Art Fahrrad-Taxi. Hinten auf dem Fahrrad konnte man mitfahren, lautstark Musik hören und einige Runden vor dem Brandenburger Tor drehen. Auch einige von uns leisteten sich diese Diskofahrten. Die Laune war toll im abendlichen Berlin. Plötzlich wurden die Lehrer angerufen. Zwei von ihnen machten sich zügig auf den Weg zurück zum Hostel, wo sich bereits fünf Mitschüler aufgrund von einem Missverständnis befanden. Niemand von uns am Brandenburger Tor wusste, warum zwei aus dem Lehrerteam so schnell zum Hostel zurückmussten. Es wurde sehr viel spekuliert und wir anderen machten einen etwas größeren Spaziergang zurück. Kurz vor dem Hostel angekommen, waren Polizei und Krankenwagen zu sehen. Nachdem sich herausstellte, was passiert war, haben wir den Abend ausklingen lassen. Zum Glück sah es schlimmer aus als es war und die Gruppe, die in diesen Polizeieinsatz involviert war, kam mit einem Schrecken und zum Glück „keinem blauen Auge“ davon.


Dienstag
Am Morgen haben wir unseren Tag mit einem schönen Frühstück gestartet.
Nach dem Frühstück sind wir zum Berlin Dungeon losgezogen. Im Dungeon wurde uns die Geschichte Berlins nähergebracht. Professionelle Schauspieler*innen erzählten wahre Geschichten, wie sie sich damals in Berlin zugetragen haben. Manche Stellen waren ziemlich gruselig, insgesamt war es richtig interessant.
Anschließend hatten wir Zeit, um etwas essen zu gehen. Eine Gruppe hatte sich z.B. für ein Mittagessen bei Nahas City Chicken entschieden. Das Essen hat sehr gut geschmeckt. Auf dem Rückweg hat die Gruppe noch einen bekannten TikToker getroffen. Berlin hat einfach sehr viel zu bieten und wir konnten schon nach den paar Tagen merken, wie „krass“ Berlin mit all seinen Facetten sein kann. Nachdem sich alle an unserem Treffpunkt am Alexanderplatz eingefunden hatten, sind wir zusammen mit der U-Bahn zum Brandenburger Tor gefahren. Hier trafen wir auf viele Helikopter und Polizeiautos. Der Grund: Wolodymyr Selenskyj war in Berlin.
Weiter ging es Richtung Bundestag, da wir einen Gesprächstermin bei Lutz Brinkmann hatten. Zuerst hat uns sein Büroleiter Michael Domke begrüßt, der aus Remsede kommt und damit aus unserer Nähe.
Es war für uns interessant zu hören, dass jemand aus unserer Gegend heute im Bundestag arbeitet. Danach bekamen wir Informationen über den Alltag der Abgeordneten und die Arbeit im Bundestag. Später waren wir im Plenarsaal des Reichstags. Dort gab es einen Vortrag über Politik und den Bundestag.
Zum Schluss konnten wir noch auf die Reichstagskuppel gehen und Berlin bei Nacht sehen. Insgesamt war es ein langer, aber schöner Tag.
Mittwoch
Wie gewohnt startete unser Frühstück am Mittwoch um 8 Uhr. Danach bereiteten wir uns vor, um entweder ins Illuseum oder ins Deutschlandmuseum aufzubrechen. Im Illuseum gab es verschiedene Möglichkeiten, tolle Fotos zu machen, da es faszinierende optische Täuschungen und Illusionen bot: Räume kippten, Größenverhältnisse lösten sich auf und Perspektiven täuschten das Auge. Da der Besuchstermin für das Deutschlandmuseum erst später angesetzt war, konnte diese Gruppe vorher noch zum Denkmal der ermordeten Juden gehen. Dieses Denkmal ist die zentrale Holocaust-Gedenkstätte Deutschlands. Im Deutschlandmuseum angekommen, gab es sechs verschiedene Räume zu entdecken, die sechs verschiedene Epochen, insgesamt 1200 Jahre Zeitgeschichte, darstellten. Nach den Museumsbesuchen hatten wir Freizeit und konnten in Kleingruppen Berlin erkunden. Um 18.15 Uhr haben wir uns wieder im Hostel getroffen. Es ging los zum Friedrichsstadtpalast, um die neue Grand Show 2025/2026 „Blinded by Delight“ anzuschauen. Hier wurde auf spektakuläre Art und Weise eine Reise in die Welt der Träume und des Glücks inszeniert.
Nach einem Abstecher in einen tollen türkischen Supermarkt waren wir wieder zurück im Hostel, die meisten verabschiedeten sich auf ihre Zimmer, einige von uns versuchten noch Essen über Uber Eats zu bestellen – klappte leider irgendwie nicht.
Donnerstag
Nach dem Frühstück hatten wir bis 9.30 Uhr Pause. Nun ging es mit der Tram zur Gedenkstätte Hohenschönhausen. Klassenweise bekamen wir eine Führung durch das Stasi-Gefängnis.


Diese lehrreichen Führungen haben uns die Geschichte des Ortes und die Schicksale der Menschen, die hier inhaftiert waren, eindrucksvoll näher gebracht. Erschreckend war für uns zu hören und auch zu sehen, wie die Leute behandelt wurden, wie klein die Zellen waren und unter welchen Umständen sie dort inhaftiert waren.
Später, auf dem Weg zur East Side Gallery, wo wir uns einen Teil der noch bestehenden Berliner Mauer anschauen wollten, machten wir einen Abstecher zum LIDL, um uns dort etwas zum Mittagessen zu holen. Bei strahlendem Sonnenschein ging es nach der East Side Gallery weiter zu Madame Tussauds, dem Wachsfigurenkabinett. Hier konnten wir coole Bilder mit Promis und wichtigen Personen machen. Am Abend sind wir dann klassenweise essen gegangen.
Es war ein sehr schöner letzter Tag mit vielen neuen Eindrücken aus Berlin.
Freitag
Freitagmorgen mussten wir früh aufstehen, um pünktlich am Bahnhof zu sein. Nach einer ruhigen, wenig turbulenten Rückreise (ganz im Gegenteil zur Hinfahrt) kamen wir mittags in Osnabrück an.
Eine tolle, ereignisreiche Klassenfahrt ging zu Ende. Schön war`s!
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