Deutsch als Zweitsprache

Kinder, die neu an unsere Schule kommen und noch kein oder nur wenig Deutsch sprechen und die teilweise auch noch nicht alphabetisiert sind, erhalten zusätzlichen Deutschunterricht.

In kleinen Gruppen, die sich an dem jeweiligen Kenntnisstand orientieren, lernen sie mit Lehrkräften, die sich im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ (DaZ) fortgebildet haben, Deutsch.

Dieser Deutschunterricht in Kleingruppen findet an 4-8 Stunden in der Woche statt, die übrige Zeit verbringen die Schülerinnen und Schüler in ihren Stammklassen, um dort soziale Kontakte zu knüpfen und, so weit es möglich ist, am „normalen Unterricht“ teilzunehmen.

Der DaZ-Unterricht selbst umfasst einen großen Themenbereich: vom Schreiben und Lesenüben für die noch nicht alphabetisierten Kinder über Wortschatzübungen, kleine Rollenspiele zu Alltagssituationen, Übungen zum mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch bis hin zu Grammatik und Rechtschreibung, wird alles thematisiert. Dazu kommen spielerische Übungen zu Interaktion, räumlichem Vorstellungsvermögen, motorischen Fähigkeiten und, und, und…

Zur Zeit besuchen Schüler aus dem Iran, Syrien, Kosovo, aus Eritrea und Litauen den DaZ-Unterricht, der aktuell von Frau Joachimmeyer und Frau Schäfers erteilt wird. Frau Töniges bietet zusätzlich Mathematikunterricht für diese Schülerinnen und Schüler an.

Die Kenntnisstände der Kinder sind sehr unterschiedlich, so gibt es Schüler, die Analphabeten sind, einige, die noch gar kein Deutsch sprechen und wiederum andere, die sich schon recht gut verständigen können. Nach einer etwas schwierigen Anfangsphase haben sich die Abläufe und die Einteilung in die Lernstandsgruppen mittlerweile eingespielt und es ist bei allen ein großer Lernfortschritt zu beobachten!

Plötzlich können nun erste kleine Gespräche geführt und Fragen beantwortet, der eigene Name oder erste Wörter geschrieben und auch einfache Wörter erlesen werden. In der Fortgeschrittenengruppe wird das Beherrschen der Grammatik immer sicherer und der Wortschatz nach und nach erweitert. Ziel ist, sich in der neuen Sprache sowohl mündlich als auch schriftlich verständigen zu können, um auf diese Weise im neuen Land anzukommen und Kontakte schließen zu können.

Je nach Lernfortschritt können die Schülerinnen und Schüler bis zu zwei Jahre in der Sprachlerngruppe bleiben, bis sie anschließend komplett am Unterricht ihrer Stammklasse teilnehmen. Es ist schön zu beobachten, wie nach und nach eine gemeinsame Ebene entsteht und die neue Sprache immer selbstverständlicher wird!